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<rss version="2.0"><channel><title>MMATh</title><link>https://www.math.uni-konstanz.de/mmath/de/index.html</link><description>Archiv der vorhandenen Seiten</description><item><title>Reine und angewandte Mathematik - MMATh</title><link>https://www.math.uni-konstanz.de/mmath/de/blog/AngewandtUndRein/index.html</link><guid>https://www.math.uni-konstanz.de/mmath/de/blog/AngewandtUndRein/index.html</guid><description>Innerhalb der Mathematik spricht man informell und etwas diffus 
von einem reinen und einem angewandten Zweig, wobei
je nach Standpunkt auch etwas deutlicher gefärbte Einteilungen mitschwingen können: 
So werden Themen der reinen Mathematik von Angehörigen des angewandten Zweigs
schon mal als lebensfern, abgedreht und unnötig eingestuft, während
angewandte Fragestellungen aus der reinen Perspektive wegen
eines geringeren Abstraktionsniveaus oder unpräzisen Begriffsbildungen 
auch als unmathematisch oder elementar gelten können. Während solche pointierten Meinungen zum Teil auf die menschliche Eigenart zurückgehen, 
den eigenen Standpunkt aufwerten zu wollen, 
so stellt sich doch die Frage, ob sich die beiden Zweige objektiv in ihrer benutzen Arbeitsweise
unterscheiden. Oberflächlich betrachtet fällt zunächst auf, dass sich Arbeiten der angewandten Mathematik 
nicht nur um mathematische Begriffe drehen, sondern dass auch Konzepte und Begriffe der 
Anwendungswissenschaften und der Inform</description></item><item><title>Ausprobieren - MMATh</title><link>https://www.math.uni-konstanz.de/mmath/de/blog/Ausprobieren/index.html</link><guid>https://www.math.uni-konstanz.de/mmath/de/blog/Ausprobieren/index.html</guid><description>Ein Rabe setzt sich auf die Verkehrsampel über einem Fußgängerüberweg, lässt
eine Nuss fallen und wartet dass sie von einem Fahrzeug überrollt wird.
Bei der nächsten Grünphase der Fußgängerampel hüpft er hin, um den Inhalt
aufzupicken. Die Entwicklung einer solchen Lösungstechnik, ist ohne die Fähigkeit
Regelmäßigkeiten zu erkennen, schwer vorstellbar. Wahrscheinlich
wurde der Gedanke hierzu durch eine zufällige Beobachtung ausgelöst.
Zur Vollendung gelangt die Methode allerdings erst, wenn sie durch 
wiederholtes Ausprobieren und Beobachten schrittweise verfeinert wird. Grundsätzlich greifen die selben Mechanismen auch dann, wenn man eine harte Nuss
in der Mathematik knacken möchte. Beobachtungen beim Arbeiten mit
konkreten Beispielen erlauben das schrittweise Kennenlernen eines Sachverhalts
und öffnen möglicherweise die Tür zu einer allgemeinen Aussage, die auch für
wesentlich mehr Beispiele gilt. Der große Vorteil des entdeckungsfreudigen Raben besteht aber darin, dass
die für das K</description></item><item><title>Das Universum der Metaobjekte - MMATh</title><link>https://www.math.uni-konstanz.de/mmath/de/blog/DasUniversumDerMetaobjekte/index.html</link><guid>https://www.math.uni-konstanz.de/mmath/de/blog/DasUniversumDerMetaobjekte/index.html</guid><description>Wir Menschen erleben die Welt als eine Ansammlung von Dingen, die in einem geregelten Zusammenhang stehen.
Aufgrund dieser Regeln können unsere Sinnesorgane einzelnen Dingen, oder speziellen Ding-Kombinationen, 
Eigenschaften zuweisen, was dann eine Repräsentation in unseren Gedanken ermöglicht. Als abstraktes Modell dieser Sachlage führen wir die Konzepte Objekt und Bedingung ein, wobei 
ein Objekt $x$ eine Bedingung $B$ erfüllen kann. In diesem Fall nennen wir
$B$ eine Eigenschaft von $x$ und schreiben abkürzend $x:B$. Während Objekte und Bedingungen inhaltlich zunächst klar voneinander abgegrenzt erscheinen,
zeigt eine kurze Überlegung, dass die Grenzen nicht scharf sind:
Ausgehend von einem Objekt $x$ kann man nämlich die Forderung an beliebige Bedingungen formulieren Eigenschaft von $x$ zu sein .
Bedingungen werden dadurch selbst zu Objekten anderer Bedingungen, d.h. sie tragen ihrerseits Eigenschaften. Da sich die gleiche
Konstruktion erneut anwenden lässt, haben auch die Bedingu</description></item><item><title>Elektrische SchülerInnen - MMATh</title><link>https://www.math.uni-konstanz.de/mmath/de/blog/ElektrischeSuS/index.html</link><guid>https://www.math.uni-konstanz.de/mmath/de/blog/ElektrischeSuS/index.html</guid><description>In der Grundschule gehört Mathematik von Anfang an zu den Hauptfächern. Implizit
wird also von allen Schülern und Schülerinnen erwartet, dass sie in einem gewissen 
Umfang mathematisches Arbeiten erlernen können, wobei solch
ein vielschichtiger Prozess natürlich unterschiedlichste Fähigkeiten umfasst.
In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage: Welche Lernziele sind Voraussetzung für 
erfolgreiches Mathematikmachen? Betrachten wir den Computer als ein Wesen mit sehr gutem Gedächtnis, absolutem Regelgehorsam
aber ohne Weltwissen und Kreativität, so kann man ihn als ein sehr grobes Mensch-Modell
durchgehen lassen, zumindest in dem Sinne, dass sich Menschen annähernd wie Computer
verhalten können: Indem wir uns Notizen machen, lässt sich ein sehr gutes Gedächtnis 
simulieren. Das strenge Regeleinhalten ist zwar nicht leicht, aber die Vielzahl an (geregelten) Spielen
zeigt, dass es prinzipiell möglich ist. Schließlich können wir uns auch dumm und stur stellen und unser
Weltwissen gezielt</description></item><item><title>Geschichten - MMATh</title><link>https://www.math.uni-konstanz.de/mmath/de/blog/Geschichten/index.html</link><guid>https://www.math.uni-konstanz.de/mmath/de/blog/Geschichten/index.html</guid><description>Es war einmal ein König, der hatte drei Söhne, davon waren zwei klug und gescheit, 
aber der dritte sprach nicht viel, war einfältig und hieß nur der Dummling ... Nur wenige Worte genügen, uns in eine Gedankenwelt zu entführen, in der wir 
spannende Abenteuer mit glücklichen oder traurigen Wendungen erwarten. Die
dazu benötigte Fähigkeit, sich die handelnden Personen und
deren Eigenschaften und Beziehungen zueinander zu merken, besitzen schon
kleine Kinder und es stört überhaupt nicht, dass die Personen nur sehr knapp
beschrieben sind, ohne Angabe von Größe, Kleidung
oder Haarfarbe - im Gegenteil es lässt mehr Freiraum, sie gedanklich
durch reale oder fiktive Personen zu ersetzen. Genau die gleichen Fähigkeiten benötigt man beim Lesen einer Definition oder eines Satzes mit zugehörigem Beweis in der
Mathematik, denn auch dabei handelt es sich um Geschichten: Sei $K$ eine Menge und seien $A,B,D\subset K$. Weiter seien $A,B$
abzählbar und $D$ sei endlich ... In der Metasprache $\mmath$ si</description></item><item><title>Hokus Pokus Zuordnung ... - MMATh</title><link>https://www.math.uni-konstanz.de/mmath/de/blog/HokusPokusZuordnung/index.html</link><guid>https://www.math.uni-konstanz.de/mmath/de/blog/HokusPokusZuordnung/index.html</guid><description>... und aus dem Kaninchen wurde ein Huhn. Etwas weniger magische Verwandlungsprozesse
kennen wir zuhauf aus unserem Alltag: Eier, Mehl und Milch werden in einen Pfannkuchen verwandelt,
Früchte und Zucker in Marmelade, ein Automat wandelt Geldstücke in Getränkedosen und Holz wird 
in einem Kamin in Wärme und Abgase umgesetzt. In der Mathematik abstrahiert man solche Prozesse durch Zuordnungen , die 
Ausgangsobjekten (sog. Argumenten )
eindeutig bestimmte Ergebnisobjekte zuweisen.
Wie der Prozess genau vonstatten geht, 
ist in einer Zuordnungsvorschrift
festgehalten. Im Unterschied zu realen Prozessen ist die
Vorschrift dabei so präzise, dass bei gleichem Argument stets genau das
gleiche Ergebnis resultiert. Genauso wie man aus Birnen aber keinen Apfelkuchen backen kann, sind
für eine Zuordnung normalerweise nicht alle denkbaren Argumente zulässig.
Zu jeder Zuordnung gibt es deshalb eine Bedingung an die Argumente
und nur wenn diese erfüllt ist, kann die Vorschrift ausgeführt werden. Als</description></item><item><title>Ich glaube, der Beweis ist falsch - MMATh</title><link>https://www.math.uni-konstanz.de/mmath/de/blog/IchGlaubeDerBeweisIstFalsch/index.html</link><guid>https://www.math.uni-konstanz.de/mmath/de/blog/IchGlaubeDerBeweisIstFalsch/index.html</guid><description>Ob ein mathematischer Beweis korrekt ist oder nicht, lässt sich prinzipiell maschinell überprüfen,
weil die zulässigen Argumentationsmöglichkeiten präzise geregelt sind. Im einfachsten Fall müssen dafür aber alle Beweisschritte in einer festen syntaktischen Form angegeben werden, was wiederum für menschliche
Leser sehr unangenehm ist: Niemand will sich einen Text in sperriger Sprache durchlesen, in dem
der entscheidende argumentative Schritt zwischen einem Wust von anderen Details verschwindet. Da versierte Leser in der Lage sind, typische argumentative Lücken schnell gedanklich auszufüllen,
beschränken sich Beweistexte in der Praxis auf die Details, welche neue Techniken, Tricks und Ideen
beinhalten. Die Übermittlung solcher Neuheiten ist dabei ein wichtiges Ziel mathematischer Kommunikation. In Kombination mit einer immer stärkeren Aufspaltung der Mathematik in Spezialgebiete ergibt sich allerdings die
Schwierigkeit, dass die Einteilung in unterdrückbare oder wichtige Details nicht u</description></item><item><title>Immer der Reihe nach - MMATh</title><link>https://www.math.uni-konstanz.de/mmath/de/blog/ImmerDerReiheNach/index.html</link><guid>https://www.math.uni-konstanz.de/mmath/de/blog/ImmerDerReiheNach/index.html</guid><description>Äußerlich betrachtet ist jeder mathematische Text
genau wie dieser Text nur eine Aneinanderreihung von 
Schriftzeichen eines Alphabets.
Die Reihenfolge der Zeichen wird dabei nach bestimmten Konventionen
räumlich hergestellt (z.B. von links nach rechts und von oben nach unten). Der große Vorteil der Reihung besteht darin, dass bereits aus einem
sehr kleinen Alphabet sehr viele unterschiedliche
Zeichenketten erzeugt werden können (man denke an das Morse-
Alphabet, das binäre 0/1 Alphabet in der Computertechnik, oder das
Alphabet aus Basenpaaren in der Biologie). Durch Benutzung spezieller Trennzeichen lässt sich eine Zeichenkette
hierarchisch in Teilketten untergliedern, die wir in üblichen Texten
Kapitel, Abschnitt, Satz oder Wort nennen.
Dabei sind Wörter Symbole für sprachliche Laute,
die wiederum auf Dinge, Eigenschaften oder Prozesse verweisen.
Die räumliche Sequenz der Schriftzeichen symbolisiert dadurch die zeitliche
Reihenfolge der Sprachlaute. Wenn man nun noch bedenkt, dass zu</description></item><item><title>Lernziele Mathematik - MMATh</title><link>https://www.math.uni-konstanz.de/mmath/de/blog/Lernziele/index.html</link><guid>https://www.math.uni-konstanz.de/mmath/de/blog/Lernziele/index.html</guid><description>Mit Erstaunen stellen viele Mathematikstudierende in ihren ersten Semesterwochen fest,
dass Mathematik an Schule und Uni neben der Fachbezeichnung nicht viel gemeinsam haben.
Insbesondere helfen die erlernten Techniken aus der Schule so wenig,
dass selbst sehr gute schulische Leistungen an der Uni kein Erfolgsgarant sind. Während sich Studierende im Bachelor-Programm mit den geänderten Rahmenbedingungen
abfinden können (getreu dem Motto dann ist das halt jetzt Mathe ), haben Studierende
mit dem Abschlussziel Lehramt ein echtes Problem: Für sie wird das nur ein paar Jahre lang 
Mathe sein - was danach kommt, kennen sie ja schon aus ihrer eigenen Schulzeit.
Aber was bringt es dann, sich einem Thema voll und ganz zu widmen
und alle Details zu verfolgen, wenn dieses Thema später keine Rolle mehr spielen wird?
Klar, dass sich hier die Sinnfrage stellt! (Eine ähnliche Sinnfrage stellt sich übrigens auch
für SchülerInnen, die nach dem Abitur keine mathematiknahe Ausbildung anstreben.) Dieser </description></item><item><title>Mama, Mama, Mathe - MMATh</title><link>https://www.math.uni-konstanz.de/mmath/de/blog/MamaMamaMathe/index.html</link><guid>https://www.math.uni-konstanz.de/mmath/de/blog/MamaMamaMathe/index.html</guid><description>Wenn Kinder ihre Muttersprache lernen, dann geschieht das ohne explizite Kenntnis 
der Sprachregeln. Durch Zuhören, Ausprobieren und Feedback
in Form von Korrekturvorschlägen wird die Sprachnutzung vom Gehirn immer besser erlernt.
Perfektioniert wird sie dann in der Schule, wo die Sprachregeln im Unterricht
erarbeitet und rational durchdrungen werden. Hier dient die Sprache
nicht nur zum Übermitteln von Inhalten, sondern sie wird selbst zum Studienobjekt, wobei
besseres Verständnis mit besserer Nutzung einhergeht. Im Unterschied zum Erstspracherwerb wird der Vorteil des rationalen Sprachverständnisses
beim Erlernen von Fremdsprachen von Anfang an ausgenutzt,
um den Lernprozess zu beschleunigen. Wie aber funktioniert 
das Erlernen der mathematischen Sprache - eine Sprache mit präzise formulierten 
Begriffen und streng geregelten Argumentationsweisen? Der Ansatz zur Vermittlung von Sprachaspekten an den Universitäten ist eher indirekt: 
Durch reichliches Vor- und Nachmachen mit einigen 
</description></item><item><title>Mathematik lesen lernen - MMATh</title><link>https://www.math.uni-konstanz.de/mmath/de/blog/MathematikLesenLernen/index.html</link><guid>https://www.math.uni-konstanz.de/mmath/de/blog/MathematikLesenLernen/index.html</guid><description>Was ist der Grund dafür, dass Jahr für Jahr überdurchschnittlich viele
Studierende das Mathematikstudium bereits nach kurzer Zeit frustriert
wieder aufgeben? Was genau macht den Übergang von der Schul- zur
Hochschulmathematik so schwierig? Liegt es an den komplizierten Inhalten,
oder doch eher an der Form der Vermittlung? Die Erfahrung nach vielen Gesprächen mit Schülern
und Studierenden, der Begleitung mehrerer Anfängerjahrgänge, der
Durchführung spezieller Lehrveranstaltungen zu den Anfangsschwierigkeiten
und der routinemäßigen Durchsicht von vielen Übungsblättern,
Klausuren und Hausarbeiten führt zu folgender Einschätzung:
Der größte Stolperstein ist nicht das inhaltliche Verständnis der mathematischen
Konzepte und Zusammenhänge sondern das formale Vorgehen
in der Mathematik. Es fehlt nicht das intuitive Verständnis dafür, dass
zum Beispiel konvergente Folgen beschränkt sind, sondern die Fähigkeit,
die Begründung mathematisch korrekt aufzuschreiben. Sehr eng verknüpft und vielleicht</description></item><item><title>Mathematische Begriffe - MMATh</title><link>https://www.math.uni-konstanz.de/mmath/de/blog/MathematischeBegriffe/index.html</link><guid>https://www.math.uni-konstanz.de/mmath/de/blog/MathematischeBegriffe/index.html</guid><description>Wenn wir über konkrete Dinge sprechen, benutzen wir Wörter wie Apfel,
Wolke oder Brille. Das Wort Brille im Satz
"Ich trage eine Brille." steht aber nicht nur für das Ding auf meiner Nase, 
sondern es ist Stellvertreter
für viele Dinge mit der Funktion, Sehfehler zu korrigieren.
Dabei unterscheiden sich Brillen von anderen Sehhilfen wie Zwickern, Monokeln
oder Kontaktlinsen dadurch, dass Brillen zwei Bügel haben, die in
Kombination mit den Ohren für Halt auf der Nase sorgen.
Schon dieses kleine Beispiel zeigt, wie wir Dinge nach gewissen Ähnlichkeiten
zusammenfassen oder bei fehlender Ähnlichkeit unterscheiden. Für weitere Beispiele brauchen wir uns nur umzuschauen: Eine Buche ist
anders als eine Eiche, aber beides sind Laubbäume. Ein Kugelschreiber
unterscheidet sich von einem Bleistift, aber beides sind Schreibgeräte usw. Nennen wir das, was Dinge unterscheidbar bzw. zusammenfassbar
macht Eigenschaften, dann sind Namen wie 
Apfel, Wolke oder Brille Abkürzungen für spezielle 
Eigensch</description></item><item><title>Ein Modellierungsbeispiel - MMATh</title><link>https://www.math.uni-konstanz.de/mmath/de/blog/Modellierungsbeispiel/index.html</link><guid>https://www.math.uni-konstanz.de/mmath/de/blog/Modellierungsbeispiel/index.html</guid><description>In einem über 2500 Jahre alten ägyptischen Mathematikbuch, dem Papyrus Rhind , ist 
ein Mathematikrätsel aufgeführt, das übersetzt ungefähr so lautet: Es gibt sieben Häuser, in jedem Haus wohnen sieben Katzen. 
Jede Katze fängt sieben Mäuse, von denen jede sieben Kornähren gefressen hat. In jeder Ähre sind sieben Samen. Da die eigentliche Frage fehlt, ergänzen wir Wieviele Dinge kommen insgesamt in dieser Geschichte vor? und betrachten dieses zugegebenermaßen künstliche Szenario als eine mathematische Modellierungsaufgabe.
Unsere Vorgehensweise gliedert sich dabei nach folgendem Schema: Einführung von Namen für die mathematischen Objekte, die die Rolle relevanter Gegenstände der Geschichte übernehmen. Beschreiben von Beziehungen dieser Objekte untereinander und zu anderen Objekten aus dem mathematischen Rahmen, 
in dem das Modell formuliert wird. Nachweis einer Aussage duch mathematische Argumentationen, die als Antwort auf die Frage dienen kann. In der praktischen Durchführung ist es </description></item><item><title>Muster - MMATh</title><link>https://www.math.uni-konstanz.de/mmath/de/blog/Muster/index.html</link><guid>https://www.math.uni-konstanz.de/mmath/de/blog/Muster/index.html</guid><description>Wenn man das Wort Muster hört, denkt man vielleicht zuerst an regelmäßige Anordnungen von
geometrisch ähnlichen Figuren. Als allgemeine Definition findet man im Wiktionary : Ein Muster 
ist eine gleichbleibende Struktur, die einer sich wiederholenden Sache zu Grunde liegt, oder im 
übertragenen Sinn ein Handlungsablauf oder eine Denk-, Gestaltungs- oder Verhaltensweise, 
die zur gleichförmigen Wiederholung (Reproduktion) bestimmt ist. Die zunächst erwähnte regelmäßige Anordnung von geometrisch ähnlichen Figuren passt insofern auf diese Definition,
als sich hier Ausschnitte der Gesamtfigur räumlich an anderen Stellen wiederholen, wobei diese Wiederholung gewissen Regeln folgt.
Es passen aber auch ganz andere Beispiele. Betrachten wir etwa das Zeichenmuster 4, 36, 16, 64, 144, 100, so
besteht die Wiederholung zunächst darin, dass mehrere kommagetrennte Dezimalzahlen in Leserichtung auftreten. Dabei erkennt man,
dass alle Zahlen gerade sind und dass es sich jeweils um Quadratzahlen handel</description></item><item><title>Objekte - MMATh</title><link>https://www.math.uni-konstanz.de/mmath/de/blog/Objekte/index.html</link><guid>https://www.math.uni-konstanz.de/mmath/de/blog/Objekte/index.html</guid><description>Unsere Alltagserfahrung bezieht sich auf Dinge wie Marmeladengläser,
Bleistifte und Verkehrsampeln, deren Bedeutung für uns aus
ihren Nutzungsmöglichkeiten entsteht, die wiederum mit ihrer Konstruktion zu tun haben. So ist zum Beispiel ein Bleistift das Ergebnis
eines speziellen Herstellungsprozesses mit gewissen Zutaten:
Holz für den Schaft, Graphit-Ton-Gemisch für die Mine, Lack für den
Griffbereich. Die Nutzungsmöglichkeiten (dazu gehören neben dem Zeichnen oder
Schreiben auch das Rückenkratzen) ergeben sich aus den Eigenschaften der 
Zutaten und der Art und Weise ihrer Verbindung bei der Herstellung. In den Gedankenwelten der Mathematik sind die mathematischen Objekte das Pendant zu Dingen in der realen Welt. Auch sie werden aus anderen
Objekten hergestellt, wobei sich ihre Eigenschaften aus dem benutzten
Herstellungsprozess und den verwendeten Zutaten ergeben, die jeweils symbolisch (also mit Zeichen) beschrieben werden. Beispielsweise wird die Zahl 4 in der Gedankenwelt der Peano</description></item><item><title>Sind Programmfehler unausweichlich? - MMATh</title><link>https://www.math.uni-konstanz.de/mmath/de/blog/Programmfehler/index.html</link><guid>https://www.math.uni-konstanz.de/mmath/de/blog/Programmfehler/index.html</guid><description>In jedem größeren Softwareprojekt stellt sich früher oder später die Frage,
ob unentdeckte Fehler im Code schlummern und den korrekten Ablauf des eigentlich 
gewünschten Prozesses in bestimmten Situationen sabotieren. Unter dem Wikipedia-Stichwort Programmfehler findet man hierzu die Aussage, dass als stabil geltende Programme durchaus eine Fehlerdichte
von bis zu einem Fehler je 2000 Programmzeilen aufweisen können. Welche Bedeutung dem Thema zukommt, wird klar, wenn man an die Unfallgefahren in sicherheitskritischen 
Bereichen und auch die immensen wirtschaftlichen Schäden denkt, die durch Programmfehler entstehen.
In der Informatik wird daher über Fehlererkennung und -vermeidung intensiv geforscht und ein großes 
Sortiment an Lösungsansätzen steht bereits zur Verfügung, wobei man in der Praxis
nur eine Verringerung der Fehlerhäufigkeit und keinen hundertprozentigen Schutz erwarten kann. Das liegt auch
daran, dass die Fehlerdetektion eine Definition des korrekten Prozessablaufs für a</description></item><item><title>Regel-Regeln - MMATh</title><link>https://www.math.uni-konstanz.de/mmath/de/blog/RegelRegeln/index.html</link><guid>https://www.math.uni-konstanz.de/mmath/de/blog/RegelRegeln/index.html</guid><description>In der Mathematik arbeitet man mit zwei Sorten von Regeln: Solche über die
Mathematik (Metaregeln) und solche über die mathematischen Objekte (Sätze). 
Im Projekt $\mmath$ werden Metaregeln programmiert,
um den Rahmen für kontrolliertes mathematisches Arbeiten am Rechner zu schaffen. 
Der Nutzer kann dann Sätze über mathematische Objekte mit dem Programm formulieren und beweisen.
Dabei ist er den Metaregeln unterworfen, während die mathematischen Objekte
seinen Sätzen unterworfen sind. Betreibt man Mathematik mit Papier und Bleistift, so muss man selbst für die
Einhaltung der Metaregeln sorgen, was ein ständiges Kontrollieren der
eigenen Argumentationsschritte verlangt.
Eine zentrale Aufgabe für Mathematiknovizen ist daher das 
Kennen- und Befolgenlernen der mathematischen Metaregeln, um dann
in diesem Rahmen wiederum viele Regeln in Form von Sätzen kennenzulernen und 
neu zu entdecken. Regeln spielen also eine sehr wichtige Rolle in der Mathematik, aber wie sind eigentlich
Regeln gere</description></item><item><title>Über's Schreiben schreiben - MMATh</title><link>https://www.math.uni-konstanz.de/mmath/de/blog/Schreiben/index.html</link><guid>https://www.math.uni-konstanz.de/mmath/de/blog/Schreiben/index.html</guid><description>Beim Schreiben bringe ich Buchstaben in eine bestimmte Reihenfolge, 
die Sie beim Lesen in eine Sequenz von Lauten
und somit in Sprache verwandeln (schauen Sie doch mal zurück, wie viele ei und en Gruppen Sie bereits als Zeichen für bestimmte Laute gedeutet haben). Genauso sind bestimmte Lautkombinationen (Wörter) wieder Zeichen, die wir als Gegenstände
in der Welt deuten. Im einfachsten Fall sind die Gegenstände dabei greifbar oder mit
anderen Sinnen unmittelbar zu erfassen. Sie können aber auch abstrakter sein, wie zum Beispiel
das oben benutzte Wort Reihenfolge . Nun besteht der Sinn eines Textes normalerweise nicht darin, Gegenstände nur aufzulisten.
Statt dessen will der Autor von ihm wahrgenommene Zusammenhänge zwischen Gegenständen mitteilen, 
d.h. er möchte Aussagen über Gegenstände machen. Dazu werden wieder Zeichen eingesetzt (in diesem Fall Sätze ), 
die von den Lesern gedeutet werden können, weil es vereinbarte Deutungsregeln gibt
(in diesem Fall grammatikalische Regeln). G</description></item><item><title>Schul- und Hochschulmathematik - MMATh</title><link>https://www.math.uni-konstanz.de/mmath/de/blog/SchuleHochschule/index.html</link><guid>https://www.math.uni-konstanz.de/mmath/de/blog/SchuleHochschule/index.html</guid><description>Eine typische Szene aus dem Wintersemester: 
Erwartungsvolle Studienanfänger und -anfängerinnen sitzen in den ersten
Mathevorlesungen und an den ersten Übungsblättern. Aber irgendwie hakt und klemmt es,
die Anforderungen sind ungewohnt, die Aufgaben schwierig, neue Inhalte kommen zu schnell, Überforderung und Frust
stellen sich ein und schon nach der Weihnachtspause ist deutlich mehr Platz im Hörsaal.
Nach der ersten Klausur ist dann oft weniger als die Hälfte der 
Studierenden übrig und die ehemals gewohnten 13 bis 15 Punkte aus den Mathearbeiten sind vielleicht durch
ein gerade noch bestanden oder sogar eine 5.0 ersetzt worden. Wie kann es eigentlich sein, dass selbst sehr gute schulische Leistungen in Mathematik kein
Erfolgsgarant in diesem Fach an der Uni sind? Wieso helfen die erlernten Techniken aus der Schule
so wenig an der Uni? Es sieht fast so aus, als hätten Mathematik an Schule und Uni neben der 
Fachbezeichnung nicht viele Gemeinsamkeiten, aber worin besteht denn genau der</description></item><item><title>Wer mag Textaufgaben? - MMATh</title><link>https://www.math.uni-konstanz.de/mmath/de/blog/Textaufgaben/index.html</link><guid>https://www.math.uni-konstanz.de/mmath/de/blog/Textaufgaben/index.html</guid><description>Fragt man in einer Schulklasse, wer lieber Textaufgaben als Rechenaufgaben mag,
so meldet sich meist nur eine kleine Minderheit. Als Grund findet man 
schnell heraus, dass bei Rechenaufgaben das generelle Vorgehen und die zugehörigen
Regeln klar sind, während dies bei Textaufgaben nicht der Fall ist. Diese
Unklarheit erzeugt Gefühle von Unsicherheit bis hin zur Angst. Damit das nicht passiert, muss auch für den Umgang mit Textaufgaben ein systematisches
Vorgehen mit zugehörigen Regeln trainiert werden. Wichtig ist,
dass Textaufgaben vor dem mathematischen Lösungsschritt 
einen separaten Modellierungsschritt benötigen. Unter mathematischer Modellierung versteht man dabei den Prozess, einen nicht-mathematischen Sachverhalt mit mathematischen Objekten wie Zahlen, Funktionen,
Gleichungen usw. zu beschreiben.
Modellierung ist also eine Übersetzungstätigkeit, bei der konkrete Fragestellungen
aus unserer Lebensumwelt in mathematische Problemstellungen überführt werden.
Die beiden entscheidend</description></item><item><title>Verstehst Du? - MMATh</title><link>https://www.math.uni-konstanz.de/mmath/de/blog/VerstehstDu/index.html</link><guid>https://www.math.uni-konstanz.de/mmath/de/blog/VerstehstDu/index.html</guid><description>Beim Thema Verstehen erinnere ich mich gerne an eine Physikvorlesung in Kaiserslautern, wo Professor 
Wolfgang Demtröder nebenbei Folgendes erklärte: Verstehen heißt
neues Unverstandenes auf altes Unverstandenes zurückzuführen . Das klingt im ersten Moment lustig, weil es nicht zu dem Gefühl von Sicherheit und Kontrolle passt, das mit 
dem Gefühl des Verstehens einhergeht: Wenn man einen Sachverhalt versteht, kann man 
mit ihm kontrolliert umgehen, man kennt die zugehörigen Ursache-Wirkung-Beziehungen, 
kann sie zielgerichtet einsetzen und erklären. Schaut man aber etwas genauer hin und hinterfragt die Gefühle, so stellt sich die Situation ganz anders dar: 
Die empfundene Sicherheit beim Verstehen ist nur relativ zu einem Rahmen an Vorwissen, das bei kritischem Hinterfragen
schnell löchrig werden kann, wobei dann auch die gefühlte Sicherheit rasch abnimmt. Etwas günstiger sieht es beim mathematischen Verstehen aus, weil es hier eine Ebene gibt, die so in keiner anderen Disziplin zu fin</description></item><item><title>Werkzeug Mathematik - MMATh</title><link>https://www.math.uni-konstanz.de/mmath/de/blog/WerkzeugMathematik/index.html</link><guid>https://www.math.uni-konstanz.de/mmath/de/blog/WerkzeugMathematik/index.html</guid><description>Was unterscheidet den Mensch von anderen Tieren auf unserem Planeten? Der Mensch 
umgibt sich mit Baumärkten, Drogerien, Möbelhäusern und Kurzwarenabteilungen! Etwas abstrakter formuliert: 
Menschen erfinden und benutzen Werkzeuge und die Warenhäuser sind voll davon, angefangen bei Nähnadeln über Schränke 
und Zahnpasta bis hin zum Rasenmäher.
Werkzeuge erlauben uns im Kleinen einzelne Zellen zu manipulieren oder im Großen das Sonnensystems zu erforschen. Dabei kann man Werkzeuge als Materialisierung von Regeln verstehen. So setzen Stemmeisen oder Türgriffe zum Beispiel
die Regeln der Hebelwirkung um und zeigen indirekt, wie wir Menschen ticken: Durch Beobachtung stellen
wir Regelmäßigkeiten zunächst in Form von wenn-dann-Beziehungen fest, wir isolieren und reproduzieren die Effekte durch Experimente
und konservieren sie schließlich als Geräte oder Werkzeuge, die in speziellen Situationen die gefundenen Regelmäßigkeiten zur Wirkung kommen lassen. Die Grundlage all diesen Handelns ist d</description></item><item><title>Wo lernt man definieren? - MMATh</title><link>https://www.math.uni-konstanz.de/mmath/de/blog/WoLerntManDefinieren/index.html</link><guid>https://www.math.uni-konstanz.de/mmath/de/blog/WoLerntManDefinieren/index.html</guid><description>Die Entwicklung des 
Projekts $\mmath$ lief auf verschlungenen Pfaden.
So war die erste Version des zugehörigen Programms nur in der Lage,
Beweise im Bereich der Aussagenlogik und Mengenlehre zu überprüfen.
Die Erschließung weiterer mathematischer
Theorien war im Programmkonzept sehr mühsam, da jeweils eine
Programmerweiterung für die neuen Objekte der Theorie benötigt wurde, bevor man
damit argumentieren konnte. In der Praxis ist aber das Schaffen neuer
Objekte durch Definitionen ein Prozess, der mit dem Beweisen von Eigenschaften
zwischen diesen Objekten in einem engen und dynamischen
Wechselverhältnis steht. Verkürzt gesagt steckte hinter dem ersten Zugang die Sichtweise, dass
Mathematik hauptsächlich Beweisen bedeutet, was sicherlich auch dem
vorherrschenden Eindruck der Mathematikstudierenden entspricht.
In der Praxis stellt sich die Situation aber eigentlich ganz anders dar:
Bevor irgend etwas bewiesen werden kann, muss erst ein mathematischer
Kontext vorhanden sein, in dem sich </description></item></channel></rss>